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SG Großhadern 1880 - PSV München 26:31 (11:14)

Herren / 25.11.2018 / Bezirkspokal

 
Das anstehende Pokalspiel stellte eine willkommene Abwechsung zum zuletzt eher trägen Liga-Alltag dar und wir freuten uns auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der letzten Saison. Leider mussten wir feststellen, dass diese den Pokalbetrieb an eine jüngere Generation weitergegeben hatten, sodass wir nicht wussten was wir von unserem Gegner erwarten konnten. So blieb uns nur die Konzentration auf unser eigenes Spiel, das wir heute zum experimentieren für die Liga nutzen wollten.
 
So startete das Spiel bis zur 13. Minute engagiert aber relativ ausgeglichen, sodass sich keine Mannschaft bedeutend absetzen konnte (7:7). Im Anschluss fanden wir aber immer besser ins Spiel und konnten in den nächsten Minuten durch starke Torwart-und Abwehrleistungen, die zu schnellen Gegenstößen führten mit 8:12 in Führung gehen. Für überflüssiges pöbeln holte sich dann der Torwart der SG gleich eine 4 Minuten Zeitstrafe ab, womit unsere Überzahlschwäche dem Toreslauf ein jähes Ende bereitete. Wie aus der Liga bekannt, kamen wir mit unserem Vorteil nicht klar und verloren immer wieder die Übersicht in der Abwehr, sodass die Gegner trotz Unterzahl bis zur Halbzeit auf 11:14 verkürzen konnten.
 
Die Halbzeit schien uns auch nicht gut zu tun, die Unkonzentriertheit die das Ende der ersten Halbzeit gekennzeichnet hatte, setzte sich auch in Halbzeit 2 fort. Nur durch hervorragende Torwartleistungen konnte ein weiteres heranrücken des Gegeners verhindert werden, da wir im Angriff immer wieder den Ball aus übertriebener Nächstenliebe den Gegenspielern überließen. Mit einer Zeitstrafe gegen uns ging auch der letzte Rest Ordnung in der Abwehr verloren, die die SG mit zwei Kreisläufern gnadenlos ausnutzten, sodass sie in der 41. Minute sogar zum 17:17 Ausgleich trafen. Wieder einmal konnte ein Rückstand nur durch einige tolle Paraden unserer Torhüter verhindert werden, im Anschluss aber fingen wir uns und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe.
 
Ab der 47. Minute (Spielstand 19:20) erinnerten wir uns dann wieder daran, dass wir im Training manchmal sogar Spielzüge üben, und dass man diese auch mal im Spiel ausprobieren könnte, was sogleich dazu führte, dass wir uns aufs Neue absetzen konnten. Trotz einer weiteren Zeitstrafe kurz vor Schluss gelang es uns diesmal die Ruhe zu bewahren, und weiter konsequent die reichlichen Lücken der gegnerischen Abwehr auszunutzen. Ein finaler 7m setzte den Schlusspunkt in einem Spiel, das man mit 20 Toren hätte gewinnen können, aber, vielleicht auch zum Teil der experimentierfreude geschuldet, erst nach einem Kraftakt in der letzten Viertelstunde mit 26:31 entschieden werden konnte. Nichtsdestotrotz, Sieg ist Sieg, und wir freuen uns schon auf die nächste Runde.