Menu

PSV München - TSV Ismaning II 28:27 (14:14)

Herren / 10.11.2018 / BZL 1

 
Während auf RTL das nächste Supertalent gesucht wurde, auf Pro7 „Alle gegen Einen!“- zu meiner Zeit hieß das in der Schule Stiefelkreis- gespielt wurde und auf Sat 1 „König der Löwen“ für die Kinder gezeigt wurde, lief die Männerhandballmannschaft des PSV auf, um gegen die Gastmannschaft TSV Ismaning II zu gewinnen.
 
Freunde, ich kann euch sagen: Es sollte sich zu einem sehr spannenden und herzzerreißendem Spiel entwickeln. Aber alles nach seiner Zeit…Springen wir doch gleich zur 18. Min… ihr fragt euch wieso?... jeder der uns kennt, weiß, dass wir in den ersten 10/15 min uns wie Kinder an Ostern verhalten…wir suchen jedesmal unsere Eier. Wir sind halt wie 20-jährige Pubertierende à Spätzünder.
Zurück zur 18 min: Wir hatten mittlerweile unseren 4 Tore Rückstand endlich aufholen können und es stand 8:8. Der Gegner zog sein Timeout und wir wussten, dass sie sauer waren. Ab dem Moment war es kein normales Spiel mehr. Ich sah es in den Augen meiner Kameraden. In jedem brannte ein verloren-geglaubtes Feuer. Neben mir standen Krieger, die den Spartaner von damals in nichts nachstanden.
 
Heute sollten wir unserem Hamsterrad der Niederlage entkommen, wie Krieger kämpfen und wie Götter siegen und speisen! Das lodernde Feuer in den Herzen steckte auch unsere Zuschauer an und aus der Stille, wurden Zurufe und Anfeuerungsschreie. Die Halle wurde zu einem heißen Hexenkessel. Es folgten 12 min anstrengendes Hin und Her. Keine Mannschaft wollte aufgeben. Ismaning konnte ihre Führung weder verteidigen, noch ausbauen. Zur Halbzeit stand es 14:14. Das Spiel war lang noch nicht vorbei.
 
Die zweite Halbzeit fing so an wie die erste aufgehört hatte. Wir hielten das Tempo hoch und bauten immer wieder Druck auf. Auch wenn Ismaning es schaffte ab und zu mal mit 2 Toren in Führung zu gehen, war an Aufgeben nicht zu denken. Wir holten immer wieder auf. Uns fehlte jedoch immer noch ein Schritt zur Führung. Springen wir zur Schlussphase: Der Gegner aggressiv und mit einer 2 Minutenstrafe in Unterzahl, aber wir ruhig. Es stand 26:27. Wir wussten, dass wir unseren Sieg jetzt holen mussten. Hier sollte es sich entscheiden, ob wir später wie Götter speisen oder wie Loser weinen. Jonas holte uns den Ausgleich: 27:27.
 
Jetzt passierte alles ganz schnell. Balleroberung. Ablage Jonas auf Phillip. Phillip nimmt den unmöglichsten Winkel der Welt und macht einen Heber…der Junge muss Eier aus Stahl haben…in diesem Moment ist jedem wohl das Herz in die Hose gerutscht…aber der Ball geht REEEIIINN. (Zu sehen auf Facebook und Instagramm). Das Toben der Zuschauer und der Bank…unaufhaltbar. Der Sieg war unserer!!!