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1.Damen: Trainingslager war voller Erfolg

Wie auch im vergangenen Jahr starteten wir früh am Karfreitag voller Vorfreude in unser Trainingslager nach St. Leonard im Passeiertal. Mit dem Wiesenhof Garden Resort wussten wir bereits aus dem Vorjahr, dass uns ein wunderschönes Hotel in traumhafter Kulisse erwartete, in dem wir uns psychisch und physisch bestens auf die restliche Saison vorbereiten konnten. Wir - dass sind diesmal 21 international hochkarätig besetzte, reife, anständige und ruhige Damen und 6 Betreuer (die sich nochmal trauen oder Verdrängungsweltmeister sind ;-))
Anders als unsere gemeinsame Leidenschaft zum Fussball trennte sich unsere Autokolonne relativ schnell und wir machten uns teilweise einzeln auf den kurvigen Weg über den Jaufenpass hin zu unserer Unterkunft für die nächsten 4 Tage. Hierbei muss erwähnt werden, dass das letzte Auto schließlich das Erste war, dass das Luxushotel ohne viel Verkehr und sonstigen Vorkommnissen (das Fahren in die falsche Richtung und die zweimaligen Toilettenpausen zähle ich nicht dazu ;-)) bei strahlend blauen Himmel erreichte. So entspannten manche von uns bereits mit einem kühlen Getränk auf der idyllischen Panoramaterrasse während sich andere noch auf dem Jaufenpass mit lebensmüden Rasern abgeben mussten. Nachdem peu à peu alle eingetrudelt waren, hatten wir vor der ersten Trainingseinheit am Nachmittag noch genügend Zeit unsere riesigen und modernen Appartements zu erkundigen. Die Gefahr, dass man sich in diesen verläuft und den Weg ins Training nicht findet war durchaus gegeben, so waren sie teilweise größer als unsere kompletten Wohnungen daheim. Nach einer kurzen Stärkung am Mittagsbuffet ging es dann auf den nahegelegenen Trainingsplatz inmitten der Berge und uns erwartete die erste Taktikbesprechung bevor wir durch Kraft- und Konditionseinheiten von unserem Drill Instruktor (Jörg, fühl dich angesprochen!) so richtig ins Schwitzen gebracht wurden. Der Ausflug in eine der vielen Saunen oder ins Hallenbad war somit für viele von uns nach dem Training unerlässlich und ein weiterer Pflichttermin. Mehr oder weniger in Schale geworfen, freuten wir uns am Abend auf unser erstes 3 - Gänge - Menü und zweifelten schon jetzt durch das vielfältige Vorspeisen- und Nachspeisenbuffet daran, mit dem gleichen Gewicht die Heimreise anzutreten. Nach dem Abendessen haben wir uns mit dem ein oder anderem Getränk (hier sprechen wir natürlich nur von Proteinshakes und Magnesium - haltigen Drinks) in ein Appartement (demokratisch bestimmt ;-)) zurückgezogen und den ersten Tag gemeinsam ausklingen lassen.

„Nie ohne - ohne mein Team! Nie ohne - ohne mein Team! Röhrmoos, Karlsfeld, Solln (Dream)! Nie ohne - ohne mein Team! Nie ohne - ohne mein Team! Nie ohne - ohne mein Team! Grafing, Bogenhausen, Thalkirchen (Dream)! Nie ohne - ohne mein Team!

Nach einem Frühstück, dass keine Wünsche offen lässt, ging es für uns wieder zeitig auf den Platz und nach einer weiteren Taktikrunde schwitzten wir unsere letzten Magnesium Reste im Körper zunächst in intensiven Konditionseinheiten raus. Hierbei blieb uns auch der 10 - Kilo Medizinball nicht erspart und so manch eine von uns wurde durch dieses Gewicht wortwörtlich umgeworfen (Gott sei Dank ist unser Lazarett hierbei nicht weiter gewachsen ;-)). Auch für unsere zwei Torhüterinnen gab es kein Erbarmen, denn mit Guido hatten sie ihren persönlichen Torwarttrainer der sie in fünf taktisch anspruchsvollen und schweißtreibenden Trainingseinheiten professionell auf die letzten Spiele vorbereitete (die Arztrechnung wegen der unzähligen blauen Flecken stellen wir dir noch in Rechnung ;-)). Selbst unsere verletzten Spielerinnen bewiesen Teamgeist und absolvierten am Rande des Spielfelds ihr individuelles Aufbautraining. Bevor es für uns am Nachmittag weiterging, haben wir unsere freie Zeit beim gemeinschaftlichen Entspannen im Whirlpool (auf weitere Ausführungen wird an dieser Stelle verzichtet) oder beim individuellen Sonnenbaden im herrlich angelegten Gartenbereich verbracht. Am Nachmittag stand die nächste Taktikbesprechung auf dem Plan (Johnny, du hast wiedermal in jeder ein hervorragendes Bild abgegeben), in der wir neue Spielvariationen für ein besseres Kombinationsspiel gelernt haben. Nach dieser schwang sich unsere Invalidengruppe auf geliehene E - Bikes und erkundigte so die traumhafte Natur und teilweise auch etwas lebensmüde den Jaufenpass mit bis zu 40 km/h während wir, die nicht ganz so Lebensmüden, die neuen Spielvariationen direkt in dazugehörigen Übungen umsetzen konnten. Highlight unseres Abschlussspielchens waren natürlich zum einen die umgesetzten taktischen Spielzüge und zum anderen eine Flitzerin auf einem der besagten E - Bikes, die mit ihren 40 km/h trotz unserer hervorragenden Fitness einfach nicht einzuholen war ;-). Nach der wieder mal sehr guten Stärkung am Abend versammelten wir uns zum gemeinschaftlichen „Workout" und leiteten den Abend mit einer (politische Lücken aufzeigende ;-)) „Wer - bin - Ich?“ - Runde ein, wobei so manch einer im Laufe des musikalisch hoch professionell untermalten abends mit Sicherheit auch nicht mehr so ganz wusste wer er denn jetzt ist…

„Ich schließe die Tür des Apartments wenn die Party komplett ist - Elise, Vicky, Antonia vom Fußballplatz auf meine Guestlist - Menthol in der Kippe, Magnesium im Drink - Ne Freundin will, dass ich für sie „Lieber so“ sing, diese Gesangseinlage zwingt viele zum fliehen - Ich kooperiere nicht ohne mein Team“

Nachdem das Osterfrühstück für einige von uns diesmal etwas einfacher ausfiel (das lag natürlich nur daran, dass wir nach dem hervorragenden Essen langsam auf unsere Linie achten mussten!) machten wir uns nach einem Geburtstagsständchen für unsere allerbeste Karin bei einem 10 KM - Lauf, durch die traumhafte Bergkulisse, auf die Suche nach dem Osterhasen. Hierbei muss lobend erwähnt werden, dass bis auf unsere Verletzten, alle diese Herausforderung annahmen (naja... eine Wahl hatten wir letztlich ja auch nicht und wer will schon nicht den echten Osterhasen finden ;-)) und trotz schwerer Beine und einem müden Kopf über ihre Grenzen gegangen sind. Als Belohnung für diese frühmorgendliche Tortur gab es zum Durchatmen noch eine kurze Taktikrunde und eine weitere Trainingseinheit (es bestand kurz der Gedanke sich ein E - Bike zu leihen und mit geschlossenen Augen den Jaufenpass runter zu fahren :-P). Zurück im Hotel suchte sich fast jede von uns ein lauschiges Plätzchen, um sich entweder ein bisschen in Mitleid zu suhlen oder eine große Portion Schlaf nachzuholen. Etwas munterer machten wir uns dann nach einer kurzen Stärkung am Mittag auch schon wieder auf den Weg zum Fußballplatz an dem sich erstmal ein grausiger Vorfall abspielte. „El animal“ (Name von der Redaktion geändert) wurde durch einen Holzsplitter so stark am Gesäß verletzt, dass dieser Schiefer auch in einer Not - OP mit Haarnadel und Ohrring nicht entfernt werden konnte (die Redaktion hat mittlerweile aber erfahren, dass der Schiefer in München entfernt wurde und „El animal“ für die nächsten Spiele zur Verfügung steht). Nach diesem Abstecher in die Humanmedizin galt unsere ganze Aufmerksamkeit wieder dem Fussball, denn Guido konnte ein Vorbereitungsspiel gegen eine in Südtirol ansässige Mannschaft, die teilweise noch durch Spielerinnen von uns aufgefüllt wurde, organisieren (an dieser Stelle auch nochmal ein großes DANKESCHÖN an Guido und die Mädels!!). Höhepunkte des Spiels waren nach anfänglichen Schwierigkeiten (der Geist war willig der Körper erstmal schwach) mit Sicherheit das wiedergefundene Kombinationsspiel, die Umsetzung der taktischen Vorgaben und der wahnsinnig agile und läuferisch starke Schiedsrichter Jörg (Name von der Redaktion nicht geändert). Anschließend belohnten wir uns nach dem anstrengenden Tag mit einem kulinarisch grandiosen 6 - Gänge - Ostermenü und verdrängten den aufkeimenden Gedanken an die Waage daheim (kurzzeitig hatten wir auch die Idee, soviel zu essen, dass wir unsere Gegnerinnen in den kommenden Spielen einfach überrollen). Bei einem letzten gemeinsamen Abend ließen wir die letzten Tage in gemütlicher Atmosphäre beim Karten spielen, ratschen und einem mitternächtlichen/frühmorgendlichen Baden (Anmerkung der Redaktion: bei den Wasserratten handelte es sich um zwei unserer internationalen Spielerinnen die, die Öffnungszeiten des Hallenbads wahrscheinlich einfach nicht verstanden haben) Revué passieren.
Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten manche von uns, nach 12 Stunden sportfreier Zeit, schon regelrechte Entzugserscheinungen und lieferten sich vor der Abfahrt noch ein spannendes Volleyballspiel (keine Sorge, da wir es mit den Händen nicht so drauf haben, bleiben wir alle dem Fußball treu ;-)) andere genossen noch die letzten Sonnenstrahlen im Gartenbereich. Als wir dann endlich den Jaufenpass mit gefühlten 20 km/h (Nein, dass lag nicht an unserem neuen Gewicht) hinter uns gebracht hatten, packte eine von uns wieder der Sportentzug und sie entschied sich für eine kurze Laufeinheit an der Mautsation auf der Brennerautobahn (unser Lazarett hat sich auch bei dieser mutigen Aktion nicht erhöht!). Bei einem gemeinsamen Mittagessen teilten wir nochmal unsere schönsten Erlebnisse bevor es für uns alle wieder Richtung München und rein in den verschneiten (?!) Alltag ging.
Wir sind uns alle sicher, dass das Trainingslager ein voller Erfolg war. Wir konnten uns in den verschiedensten Trainingseinheiten nicht nur konditionell und taktisch verbessern, sondern teilen auch als Mannschaftskolleginnen und Freundinnen viele neue Erinnerungen miteinander, die uns für die Rest - Saison 2017 mit Sicherheit weiterhelfen werden. In den nächsten Wochen haben wir fest vor, weiter an uns und miteinander zu arbeiten um uns in den kommenden Spielen sportlich für diese unvergessliche Zeit zu revanchieren.
Bis dahin können wir unseren verschiedenen Trainern/Betreuern für das was war nur DANKE sagen und hoffen, dass sie wissen, dass wir diese Unterstützung nicht für selbstverständlich halten und unendlich dankbar dafür sind.

DANKE Susi: für dein Engagement, für deine immer gute Laune und danke dafür, dass du nicht nur Trainerin, sondern auch Freundin bist.

DANKE Joe: für deinen Einsatz, deine Ausdauer und dafür, dass du uns mit deinen Sprüchen immer wieder zum Lächeln bringst.

DANKE Guido: für deine hervorragende Organisation, für das tägliche Torwarttraining und dafür, dass du immer ein Teil von uns geblieben bist.

DANKE Jörg: für deinen Antrieb, deine Motivation und danke dafür, dass du nicht nur mit uns trainierst, sondern auch mit uns feierst.

DANKE Karin: für deine mütterliche Zuneigung, für deinen Glauben und danke dafür, dass du uns schon seitdem ich denken kann unterstützt.

DANKE Lorle: für deinen Witz, deine Unterstützung und danke dafür, dass du immer für uns da bist.

DANKE Alois: für deine Unterstützung, für deine Herzlichkeit und danke dafür, dass du Osterhase gespielt hast ;-).

Die Mannschaft