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Bayerische Meisterschaften der Leichtathletik im Behindertensport

Am 12. Juni richtet der PSV München die Bayerische Meisterschaften im Rahmen der Schüler-Mehrkampfmeisterschaften des TSV Forstenried und der LG Stadtwerke München aus.
Die bayerischen Leichtathleten mit Behinderung treffen sich im Dantestadion in München, um ihre Leistungen zu präsentieren und sich gegenseitig zu messen.

Die bayerischen Meisterschaften werden vom BVS Bayern veranstaltet. Die Abteilung Leichtathletik freut sich über zahlreiche Zuschauer, die sich für den Behindertensport interessieren und Athleten aus nächster Nähe sehen wollen. Am Sonntag, den 12. Juni besteht Gelegenheit dazu.

Blogpost

Wahl zum Sportler des Jahres

Der BVS Bayern ehrt Sportler, die im Jahr 2015 herausragende Leistungen erbracht haben. Hierbei besteht die Möglichkeit in drei Kategorien (Sportler/in des Jahres, Nachwuchssportler/in des Jahres und Mannschaft des Jahres) selbst abzustimmen.

Sebastian Roob, Leichtathlet der Abteilung Behindertensport ist dieses Jahr als Nachwuchssportler 2015 nominiert. Für ihn wie für alle anderen Athleten kann unter http://www.bvs-bayern.com/Sportlerwahl/ abgestimmt werden.

BVS Sportlerwahl 2015

Auf dem Weg zu den Paralympics in Rio

VdK-Mitglied Anne Heinzl trainiert blinde Leichtathleten, die auf die Teilnahme an den Sommerspielen in Brasilien hoffen.

In ihrer 40-jährigen Trainertätigkeit hat VdK-Mitglied Anne Heinzl zahlreiche blinde Athleten zum Spitzensport geführt. Auch die zwölffache Paralympics-Gewinnerin Verena Bentele trainierte vor 20 Jahren als junges Mädchen bei ihr. Nun betreut Heinzl Sportler, die die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro anstreben.

Trainingsgruppe (hinten von links): Begleitläufer und Trainer Rafael Marks, Christoph Sailer, Sebastian Roob, Thomas Grüssmer, Trainerin Anne Heinzl; (vorne von links) Madita Schemm und Vreni Bock. | © Heise

Das Megafon gehört zu den wichtigsten Trainingshilfen von Anne Heinzl. Die 67-jährige Münchnerin steht auf der Ziellinie und ruft ununterbrochen „gut, gut, gut“. Die elfjährige Vreni Bock läuft auf Heinzl zu. Wenn sie von ihrer Laufbahn abweicht, dreht Heinzl das Megafon in die entgegengesetzte Richtung und ruft weiter „gut, gut, gut“. Vreni erreicht so sicher das Ziel. Denn das Mädchen aus dem oberbayerischen Kreuth sieht nicht, wohin es läuft. Es ist blind.

Heinzl, Abteilungsleiterin Behindertensport beim PSV München, betreut seit 40 Jahren sehbehinderte Leichtathleten. Zu ihren größten Talenten zählt Christoph Sailer. Im vergangenen Jahr wurde der 19-Jährige in 12,0 Sekunden Deutscher Meister über 100 Meter. Seine Chancen, sich für die Paralympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro zu qualifizieren, sind gut. Die Schnelligkeit hat er. Es gibt jedoch ein Problem, das viele blinde Spitzensportler in Deutschland haben: Sie müssen Begleitläufer finden, die schnell genug sind. Denn im Gegensatz zu früher bestreiten blinde Sprinter die Wettkämpfe nicht mehr auf Zuruf, sie starten stattdessen mit einem sehenden Läufer.

Verbunden sind sie mit einem Greifring, den beide Sportler jeweils mit einer Hand festhalten. Natürlich gibt es Athleten, die mit Sailer mithalten können. Doch diese starten oft lieber allein bei Nicht-Behindertenmeisterschaften. Sailer ist deshalb froh, einen Begleitläufer gefunden zu haben, der seinem Können entspricht. Allerdings ist das Training aufwändig. Sein Wettkampf-Partner Philipp Töpfer reist immer aus Halle an der Saale an. In anderen Ländern, in denen der paralympische Sport professioneller betrieben wird, haben blinde Athleten deutlich bessere Trainingsvoraussetzungen als in Deutschland.

Sie bekommen Top-Sprinter als Begleitläufer abgestellt und können ständig mit ihnen trainieren. Hierzulande sind die Sportler dagegen auf das private Engagement von sehr guten Athleten und ehrenamtlichen Betreuern wie Heinzl angewiesen. Obwohl die Münchnerin sich seit drei Jahren im Ruhestand befindet, ist sie nach wie vor mit Leidenschaft auf dem Sportplatz. Allerdings ist sie froh, mit dem Sonderpädagogik-Studenten Rafael Marks einen zusätzlichen Trainer gefunden zu haben, der obendrein auch als Begleitläufer zum erfolgreichen Abschneiden ihrer Sportler beiträgt.

So läuft Marks mit Thomas Grüssmer und Sebastian Roob, die bei nationalen und internationalen Wettkämpfen ebenfalls schon Top-Platzierungen erreicht haben und die Paralympics anstreben. Der 17-jährige Roob plant während seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten extra ein freies Jahr ein, um sich voll auf Rio 2016 vorbereiten zu können.

Für die elfjährigen Mädchen Vreni Bock und Madita Schemm kommen die nächsten Paralympics noch zu früh. Sie sind die jüngsten Mitglieder in Heinzls Gruppe. Die beiden vollblinden Mädchen besuchen eine Regelschule, können aber nicht am Sportunterricht im Klassenverband teilnehmen und trainieren deshalb beim PSV München. Das Training macht ihnen viel Spaß. Besonders gern mögen sie den Weitsprung. „Es ist schön, wenn man springt und irgendwie fliegt“, sagt Vreni. Damit sie den Absprung in die Sandgrube erwischen, misst Heinzl mit ihnen den Anlauf genau ab. Dann stellen sie sich jeweils in Laufrichtung auf, halten die Arme nach vorne und Heinzl kontrolliert von der Grube aus die Richtung. Schließlich gibt sie ihnen das Startkommando und zählt die Schritte bis zum Absprung.

Den Sprint üben sie gerne auf Zuruf. Denn ohne Begleiter „läuft man freier“, sagt Madita. Durch den Greifring hingegen werde man „festgehalten“, fügt Vreni hinzu. In Wettkämpfen hat die Regelung aber einen großen Vorteil: Die Sprinter laufen nicht nur gegen die Zeit, sondern treten direkt gegeneinander an – was es natürlich auch für die Zuschauer spannender macht.

© Sebastian Heise

Quelle: Sozialverband VdK Bayern e.V. - URL: http://www.vdk.de/bayern/pages/presse/vdk-zeitung/68075/auf_dem_weg_zu_den_paralympics_in_rio_de_janeiro (Stand: 19.09.2014)

Einladung zum 11. Lions Monopteroslauf

lions

Das "Hilfswerk des Lions Club München Alt-Schwabing e.V." veranstaltet
am Sonntag, den 28. September 2014
, im Englischen Garten München den 11. Lions Monoperoslauf.

Die Idee: Angebot eines organisierten langen Trainingslaufs (28 km) an Marathon-Läuferinnen und -Läufer im Großraum München, insbesondere als Vorbereitung auf den MÜNCHEN MARATHON. Etwas weniger Ambitionierte – gerne auch Nordic-Walker und Walkerinnen – können über Strecken von 14 km oder 5 km ebenfalls trainieren und dabei einen guten Zweck unterstützen. Einige blinde Läufer des PSV München sowie auch Handbike-Fahrer – die sonst Rollstuhl fahren – werden beim gemeinsamen Start um 9:00 Uhr dabei sein. 

Wann:   Sonntag, den 28. September 2014
Startzeit:   Gemeinsamer Start um 9:00 Uhr
Zeitmessung:   Keine; jede / jeder läuft sein individuelles Trainingstempo.
Es besteht aber die Möglichkeit, sich den Brems-/Zugläufern der Munich-goes-Marathon-Gruppen anzuschließen (3:00/3:30/4:00/4:30h).
Start/Ziel:  

Englischer Garten München – am Chinesischen Turm

Strecke:  

2 (markierte) Runden à 14 km, also 28 km. Die Strecken sind auch gerne frei kombinierbar, z.B.: 5 km / 5+5=10 km / 14 km / 14+5=19 km / 14+14+5=33 km. Zielschluss ca. 12:30 Uhr. Im Start-/Ziel-Bereich wird voraussichtlich wieder ein Arzt zur Verfügung stehen.

     
Anfahrt / Abfahrt:   Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Buslinien 54 bzw. 154 direkt zum Chinesischen Turm) oder mit PKW; Achtung: Parkverbot an der Straße durch den Englischen Garten - also außerhalb parken!
Haftungsausschluß:   Die Teilnahme am Monopteros-Lauf erfolgt auf eigene Verantwortung. Als gemeinnütziger Verein kann der Veranstalter keinerlei Haftung gegenüber den Läufern und für sie übernehmen.
     
Teilnehmergebühr:  

Die Teilnehmergebühr von € 20,- schließt die Streckenmarkierung, den Streckendienst, Getränke und Verpflegung an zwei Stationen (Abstand jeweils 7 km), die Sporttaschen-Aufbewahrung sowie ein kleines Erinnerungspräsent ein. Nach mehreren Jahren mit "stabilen" Gebühren passen wir heuer ein wenig an, um dem Gestiegenen Bedarf an Unterstützung etwas näher zu kommen. Und natürlich freuen wir uns sehr, wenn ein zusätzlicher Geldschein in den Spendentopf am Registrierungstisch eingeworfen wird. Vielen Dank im Voraus!

Reinerlös:  

Der Reinerlös kommt Behindertensport-Projekten in München zugute, z.B. dem PSV München e.V. für seine Jugendarbeit mit Sehbehinderten, und den Rollstuhlsportlern des USC München. Mehr Informationen hierzu, auch zur Zertifizierung unseres Hilfswerks durch das DZI, finden Sie hier.

Anmeldeschluß:   Freitag, 26. September 2014. Nachmeldungen sind auch am 28.09.2014 selbst noch möglich; Teilnehmergebühr dann allerdings € 24,-
Freistart-Verlosung:   Unter den Online-Angemeldeten unseres Benefizlaufs wird eine Freistart-Karte für den MÜNCHEN MARATHON verlost.

Hier gehts zur >>Online Anmeldung<<

Die Abteilung Behindertensport im TV

Ende Juni diesen Jahres bekam der PSV München Besuch von einem Fernsehteam der Megaherz GmbH, die im Auftrag des BR die Kindersendung "Checker Tobi" produziert.

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In der Folge "Der Blinden-Check" 'checkt' Tobi wie sich Menschen, die blind sind oder eine Sehbehinderung haben in ihrem Alltag zurecht finden. Unser Athlet Sebastian Roob wird über seine Erfahrungen im Behindertensport berichten und während seines Trainings mit Rafael Marks gefilmt. Marks erklärt dabei die Aufgaben eines Guides und führt den mit einer Augenbinde ausgestatteten Checker Tobi über die Tartanbahn.

Für jeden, der einmal genauer wissen will, wie das mit dem Begleitlaufen funktioniert und wie sich ein blinder oder sehbehinderter Sportler im Training orientiert, dem sei die Sendung "Checker Tobi - Der Blinden-Check" am 27.09.2014 um 19.25 Uhr im Ki.Ka ans Herz gelegt.